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Katastrophenschutz in Städten - Sirenen warnen schnell vor einer Katastrophe

In Deutschland ist die Warnung der Bevölkerung bei Katastrophen und anderen Gefahren ein staatliches Anliegen. Der Bund ist nur für den Zivilschutz in Fragen der Verteidigung zuständig. Bis zum Ende des Kalten Krieges waren rund 80.000 Sirenen im Einsatz. Damals gab es noch ein nationales Sirenennetz. Diese Sirenen wurden zu Beginn der 1990er Jahre aus Kostengründen weitgehend abgebaut. Seitdem gibt es in Deutschland kein bundesweites Sirenennetz mehr. Nur Gemeinden, die die Kosten für das Netz übernahmen, behielten ihre Sirenen. Auch in Österreich betreiben viele Städte und Gemeinden ein eigenes Sirenennetz.

Die höhere Häufigkeit von Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Orkane, aber auch Großbrände oder giftige Stoffe in der Luft, die Systeme zur Alarmierung der Zivilbevölkerung notwendig gemacht haben, haben einen Wandel in der Vorgehensweise ausgelöst. Städte und Gemeinden haben mit Unterstützung ihrer jeweiligen Länder in den letzten Jahren Sirenennetze aufgebaut. Sirenen sind ein wesentlicher Bestandteil eines Katastrophenschutzkonzepts, wenn es darum geht, die Zivilbevölkerung schnell und zuverlässig vor einem Notfall zu warnen. Sie ermöglichen es auch, Menschen zu erreichen, die ihr Funkgerät oder ihr Mobiltelefon nicht dabei haben oder die nicht mit dem Internet verbunden sind. Es sind also Sirenen, die nicht nur warnen, sondern auch informieren. Zusätzlich zu den Sirenenalarmen können die Sirenen in einigen Sirenennetzen auch zur Ausgabe von Sprachnachrichten oder Funkdurchsagen verwendet werden.

Anforderungen an regionale Sirenenwarnsysteme:

  • geeignet zur Warnung der Bevölkerung, aber auch zur Alarmierung der Feuerwehr
  • in mehrstufige Sirenennetze integrierbar, zum Beispiel in landesweite Sirenennetze
  • Anschlussmöglichkeit bzw. Informationsfluss zwischen privaten Warnsystemen, z.B. in Störfallbetrieben und den Warnsystemen der Stadt
  • mehrstufige Leitstelleninfrastruktur möglich
  • in Warnkonzepte wie MoWas (Modulares Warnsystem des Bundes) und in das analoge oder digitale BOS-Funknetz des jeweiligen Landes integrierbar
  • alternative Kommunikationsmöglichkeiten, z.B. über analogen UHF/VHF-Funk, DMR, TETRA, VPN, GPRS
  • wirtschaftlich zu betreiben
  • wartungsfreundlich und langlebig

Individuelle Planung für die optimale Wirkung

Die Sirenentechnologie hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Entsprechend ist es erforderlich Sirenenstandorte unter Berücksichtigung aller wichtigen Parameter (Schalldruck, Bebauung, Umgebungslärm, Standortbeschaffenheit, etc.) auszuwählen. Unsere Spezialisten planen deshalb jedes System individuell und finden so sowohl die optimalen Standorte als auch die dazu passenden Sirenenmodelle. Neben Standortkriterien wie Gefährdungslagen, Immission, topografische, meteorologische und bauliche Gegebenheiten werden dabei auch wirtschaftliche Gesichtspunkte mit einbezogen.

In städtischen Warnsystemen sind die Sirenen meist mit Hilfe von Sirenensteuerempfängern über das BOS Funknetz mit der Leitstelle verbunden, die darüber im Gefahrenfall den Alarm auslösen kann. Häufig ist auch eine Art Doppelnutzung, indem einige Sirenen gezielt zur Alarmierung der Feuerwehr eingesetzt werden. Neben einer zentralen Leitstelle, welche das komplette Netz überwacht und managt, erfolgt die Auslösung der Feuerwehrsirenen hier oftmals über eine einfache lokale Bedieneinheit per Knopfdruck. Manchmal sind auch Lautsprecher zur Warnung in Gebäuden zu integrieren.

Neben Funk ist die Ansteuerung der Sirenen über eine Standleitung eine ebenfalls gängige Methode. Darüber hinaus sind Kommunikationsverbindungen wie VPN oder GPRS möglich. Selbstverständlich können die einzelnen Kommunikationsmedien auch kombiniert werden, um die Ausfallsicherheit eines Systems zu erhöhen. Die Experten von HÖRMANN Warnsysteme waren nicht nur am Aufbau des damaligen Sirenennetzwerks Deutschland beteiligt, sondern können auf die Erfahrung von zig installierten Bevölkerungswarnsystemen in Städten und Gemeinden im In- und Ausland zurückgreifen.