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Elektronische Sirenen: sekundenschnelle Alarmierung im Störfall

In Öl-, Gas- oder Petrochemie-Raffinerien und in chemischen Betrieben, aber auch in Kernkraftwerken sind Störfälle oft mit großen Gefahren für die Mitarbeiter und die umliegende Bevölkerung verbunden. Es besteht zum Beispiel Explosionsgefahr oder Brände können toxische Stoffe freisetzen, die in Form von Rauchwolken oder beim Abregnen eine Gesundheitsgefahr darstellen. Bei Atomkraftwerken können radioaktive Stoffe austreten. Weltweit sind diese Unternehmen deshalb dazu verpflichtet, Alarm- und Gefahrenabwehrkonzepte zu erstellen und entsprechende Warnsysteme zu installieren. Durch die oft weitläufigen Anlagen und dem dort vorhandenen hohen Geräuschpegel führt dabei an elektronischen Sirenen als dem wichtigsten Mittel zur Alarmierung kein Weg vorbei. Sirenenkonzepte für Störfallbetriebe reichen von dem Alarmsystem zur Evakuierung der Mitarbeiter bis hin zu vernetzten Lösungen, die an regionale oder nationale Warnsysteme angebunden sind.

Anforderungen an Sirenenkonzepte für Raffinerien, Chemiefabriken und Kernkraftwerke

  • leistungsstarke elektronische Sirenen mit Ton- und Sprachausgabe
  • Kombinationsmöglichkeit mit Inhouse-Alarmsystemen
  • sektionale Auslösung möglich
  • gut verständliche Wiedergabe von Sprache          
  • betriebsfähig auch bei Stromausfall
  • einsatzbereit in extremen Umgebungsbedingungen
  • einfache Anschlussmöglichkeit an übergeordnete Alarmsysteme regional und national

Sirenenkonzepte für Störfallbetriebe

Sirenenwarnsysteme für Störfallbetriebe bestehen in der Regel aus wenigen, aber leistungsstarken elektronischen Sirenen mit Ton- und Sprachausgabefunktion wie unsere ECN-D Produktlinie. Meist existiert nur ein Kontrollzentrum, eventuell kombiniert mit einer zusätzlichen Möglichkeit zur Auslösung, sei es in Form einer zweiten Backup-Zentrale oder einfach als Notfall-Push-Button. Die Standardkomponente im Kontrollzentrum ist unser MCE-Gateway, kombiniert mit einem PC mit CCCS Software beziehungsweise dem RCS Bedienterminal. Die Kommunikation mit den elektronischen Sirenen erfolgt meist über Funk oder betriebsinterne TCP/IP Netzwerke. Wichtig ist eine offene Schnittstellenarchitektur der verwendeten Lösungen. Dadurch sind andere Kommunikationsmöglichkeiten, etwa über RS485, Glasfaser oder weitere Technologien möglich.

Die ins betriebseigene Warnsystem integrierten Sirenen dienen in erster Linie dazu, bei Störfällen die eigenen Mitarbeiter zu warnen. Von unseren Experten erstellte, genaue Schallausbreitungsanalysen stellen vor der Installation sicher, dass die Sirenen gehört, aber gesundheitliche Schäden durch die Lautstärke des Alarmtons ausgeschlossen werden. Manchmal ergänzen Blitzlichter die Sirenen und erhöhen so die Sicherheit zusätzlich. Da in Störfällen nicht nur Personen im Außenbereich, sondern auch die Mitarbeiter in den Gebäuden gewarnt werden müssen, machen teilweise weitere Sirenen im Innenbereich Sinn. Der Lärmpegel ist auch dort oft so hoch, dass elektronische Outdoor Sirenen wie die ECN-D 600 erforderlich sind.

Besteht durch einen Störfall eine Gefahr für die Bevölkerung, erfolgt die Warnung üblicherweise durch von den Behörden installierte Sirenennetze. Die Sirenen in den Raffinerien, chemischen Betrieben oder auch in den Atomkraftwerken sind deshalb über ihre Kontrollzentren oft mit behördlichen Warnsystemen verbunden, damit auch die Bevölkerung im Fall eines Unglücks zeitnah gewarnt werden kann. Die Integration erfolgt über I/O-Schnittstellen, aber auch über Standleitungen oder andere Netzverbindungen. Kernkraftwerke betreiben in der Regel die größten betriebseigenen Warnsysteme bzw. Sirenennetze, da im Störfall oftmals ein Radius von etwa 30 km um das Atomkraftwerk als Alarmzone eingerichtet wird.

HÖRMANN Warnsysteme hat über die Jahre schon viele Sirenenlösungen, auch in Form von Gemeinschaftsprojekten von Behörden und Unternehmen, weltweit erfolgreich realisiert.